Inspirierende Mama | Julia @drei_raeuber

13:56:00

Ich bin Julia, 37 Jahre alt, und lebe mit meinem Mann (33) und unseren drei Jungs (9, 7 und 3) in Niederbayern, der Heimat meines Mannes. Unsere ersten Jahre als Familie lebten wir mitten in München in direkter Nachbarschaft zur Isar in einer kleinen Dachgeschosswohnung im 6. Stock. Ohne Aufzug. Mein Mann (bzw. damals noch Freund) hat noch studiert, und ich habe Teilzeit gearbeitet; gerade genug, damit es für unsere kleine Familie gereicht hat, und ich trotzdem nicht das Gefühl zu haben, die ersten Jahre meiner Kinder irgendwie verpasst zu haben. 
Inzwischen sind wir zu fünft und haben die Wohnung in der Großstadt gegen ein Haus am Stadtrand in der niederbayerischen Provinz eingetauscht. Wir haben geheiratet, mein Mann hat sein Studium abgeschlossen und geht einem ganz normalen Job nach, und ich habe mich beim dritten Kind ganz bewusst dafür entschieden, die ersten Jahre komplett Zuhause zu bleiben (und das Alltagschaos mit drei Jungs zu stemmen). 
Beide Phasen waren komplett unterschiedlich, aber beide waren zu ihrer Zeit so, wie sie waren, genau das Richtige für uns. 
5 Dinge, die du brauchst, um glücklich zu sein... 
Nichts. Für mich liegt das Glück in den kleinen Dingen und kommt ganz von allein. Man muss es nur zulassen können und bereit sein, es auch zu sehen. Manchmal braucht man dafür einfach ein bisschen Zeit. (Wobei ich nicht bestreite, dass es leichter geht, wenn die Sonne scheint, man draußen an der frischen Luft ist und keine Gedanken an unangenehme Dinge verschwenden muss, die Kinder friedlich miteinander spielen, und die Menschen, die man liebt, gesund sind ;-)) 

Stadt oder Land? 
In unserer jetzigen Situation: Ganz klar Land! Was aber nicht heißt, dass wir die Zeit in der Großstadt nicht genossen hätten... 

Wo ist dein Lieblingsplatz in eurem Zuhause? 
In unserem Garten! Bei der Gartenarbeit bekomme ich den Kopf frei (genau wie übrigens auch beim Kochen und Backen), und wenn es mal nichts zu tun gibt, genieße ich es zu sehen, wie alles mit jedem Tag wächst und sich verändert. 
Welches Getränk magst du im Sommer am liebsten? 
Wenn's richtig heiß ist, geht nichts über einen Kinder-Mojito:  Zerdrückte Limetten, frische Minze, Mineralwasser, etwas brauner Zucker und ganz viele Eiswürfel :-) 
Am Abend mag ich hin und wieder auch ein kaltes Bier oder einen Aperol Sprizz sehr gern 

Hat sich dein Kleidungsstil als Mama verändert? Wenn ja, wie? 
Mein Kleidungsstil hat sich in den letzten fast zehn Jahren als Mama sicherlich etwas verändert, wobei ich nicht glaube, dass das etwas damit zu tun hat, dass ich Mama bin, sondern vielmehr damit, dass ich erwachsener geworden bin und einfach mit der Zeit meinen Stil gefunden habe :-) 

Ohne welches Paar Schuhe verlässt du im Sommer nicht das Haus?  
In diesem Jahr sind das bis jetzt wohl am ehesten die Gummistiefel ;-) Aber eigentlich trage ich im Sommer am liebsten flache Zehensandalen aus Leder. 

Wo kaufst du am liebsten Kleidung für deine Kinder? 
Das hängt extrem vom aktuellen Angebot der jeweiligen Hersteller bzw. Anbieter ab. Meine beiden Großen haben da schon ihre ganz eigenen Vorstellungen, die sich leider nicht immer unbedingt mit meinen decken... Außerdem haben wir einen extremen Sturkopf, der sich seit fünf Jahren konsequent weigert, Oberteile mit Knöpfen in jeglicher Form zu tragen. Hier einen Kompromiss zu finden, ist nicht immer einfach. 
Grundsätzlich kaufe ich aber sowohl im Internet (gern auch bei kleineren Shops) als auch vor Ort. Bei Winterjacken haben wir die Erfahrung gemacht, dass es sich durchaus lohnt, etwas mehr auszugeben, vor allem, wenn sie von mehreren Kindern getragen werden, während Hosen bei uns ein absoluter Verschleißartikel sind – und zwar egal von welchem Hersteller. 
Und hin und wieder nähe und stricke ich auch selbst oder lasse uns von den Omas bestricken :-) 

Den Kindern einen Namen geben ist nicht immer einfach.. wie war es bei euch & warum sollte es genau dieser Name sein? 
Beim ersten ging es sehr schnell: Jeder sagte einen Namen, wir entschieden uns für meinen, und das war's :-) Kein Diskutieren und kein Anzweifeln der Entscheidung in den folgenden Wochen. 
Bei den anderen beiden ging es zwar nicht ganz so schnell, aber grundsätzlich haben wir zum Glück einen sehr ähnlichen Geschmack. Uns war bei allen Kindern wichtig, keine zu ausgefallenen Namen zu wählen. Nicht jeder Mensch und vor allem nicht jedes Kind mag es, seinen Namen immer wieder erklären zu müssen. Außerdem sollte er zum Nachnamen passen und mit den Namen der Geschwister harmonieren. Die Bedeutung des Namens kam bei uns erst an zweiter Stelle, uns ging es eher um den Klang und die Assoziationen, die wir persönlich mit einem Namen verbinden.  
Wir haben übrigens bei allen drei Kindern den Namen erst nach der Geburt verraten, weil wir uns nicht von der Meinung anderer beeinflussen lassen wollten. Weil es zu jedem Namen jemanden gibt, der einen kennt, der nett/blöd/schlau/dumm/dick/dünn... oder was auch immer ist. Und das wollten wir nicht wissen ;-) 

Wie verschieden oder ähnlich sind sich deine Kinder? 
Naja, dadurch, dass sie aus demselben "Genpool" schöpfen, zusammen aufwachsen und sich natürlich gegenseitig sehr stark beeinflussen, sind auf jeden Fall Ähnlichkeiten vorhanden. Alle sind laut, alle sind wild, alle haben einen ziemlich aufbrausenden Charakter und alle haben ständig Angst, zu kurz zu kommen oder etwas zu verpassen. Sie lachen über die gleichen Witze, lieben Bücher, Fußball und draußen Sein. Am liebsten barfuß. 
Andererseits  hat natürlich jeder ganz klar seine eigene Persönlichkeit. Während beispielsweise der eine noch darüber nachdenkt, wie etwas funktionieren oder auf andere wirken könnte, macht es der andere einfach so, wie er es für richtig hält. Einer kann vom Kuscheln gar nicht genug bekommen, der andere möchte seinen Freiraum. Einer will Polizist werden, der andere Geldfälscher. Oder Tierfilmer ;-)
Was war für dich bis jetzt der schönste Moment als Mama? 
Ich glaube, den einen schönsten Moment gibt es nicht. Das Mama-Sein besteht aus vielen schönen, anstrengenden, erfüllenden, nervenzehrenden, lustigen und manchmal auch traurigen Momenten. Aber was ich sicherlich nie vergessen werde, ist die unglaubliche Erleichterung und Dankbarkeit, als wir unseren damals Zweijährigen wieder in den Armen halten konnten, nachdem er an unserem ersten Urlaubstag an einem vollen Mittelmeerstrand in Italien plötzlich wie vom Erdboden verschluckt war. Ein kleines Missverständnis, einen kurzen Augenblick nicht aufgepasst, und er war weg. Hinter uns Dünen, vor uns das Meer, links und rechts Strand, soweit das  Auge reichte - und keine Chance, ihn zwischen all den Sonnenschirmen, Strandmuschel und Eisverkäufern zu sehen... Zum Glück haben sich sofort unglaublich viele hilfsbereite Menschen gefunden, die uns bei der Suche geholfen haben. Und ihn letztendlich auch entdeckt haben, wie er, ein ganzes Stück entfernt von unserem Platz, in aller Seelenruhe am Wasser entlang spazierte, in jeder Hand ein Eimerchen, und nicht ahnte, welche Aufregung er gerade verursacht hatte (die Rettungsschwimmer waren gerade dabei, ihren Jetski ins Meer zu ziehen....) 

Was möchtest du deinen Kindern fürs Leben mitgeben?  
Die Fähigkeit, das Glück zu sehen.
Mit welcher Kamera machst du deine Bilder und womit bearbeitest du sie?
Die allermeisten Bilder mache ich mit meiner Canon Eos 500D. Wenn ich Bilder nachbearbeite, nutze ich dafür Photoshop.

Liebe Julia vielen Dank für deine lieben Antworten. Noch mehr schöne Bilder und leckere Rezepte findet ihr auf Julias Blog -hier nachlesen oder auf ihrem Instagram Account -hier lang. 

Hier könnt ihr den Beitrag von Jaqueline aka _emaja_ nachlesen.

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1 Kommentare

  1. Liebe Diana,
    gerne hätte ich den Blog von Julia (drei räuber) über den von dir o.a. link besucht. Aber leider muss hier wohl eine persönliche Einladung von Julia erfolgen... Oder mache ich etwas falsch?
    Über eine kurze Nachricht von dir würde ich mich sehr freuen.
    Liebe Grüsse,
    Kerstin

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